Erneuerbare Energien

Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Dieser wird dann in erster Linie zum Betrieb elektrischer Ger√§te im Haushalt genutzt, nur etwaige √úbersch√ľsse werden an das Netz abgegeben. Generell l√§sst sich sagen, dass eine Photovoltaikanlage f√ľr den Eigenverbrauch in den allermeisten F√§llen wirtschaftlich und √∂kologisch sinnvoll ist!

Zwar besitzt eine Photovoltaikanlage einen deutlich geringeren Wirkungsgrad als eine Solarthermieanlage, ist daf√ľr aber flexibler einsetzbar (z. B. bei der Leitungsf√ľhrung).

 

Kommunen k√∂nnen Photovoltaikanlagen auf Geb√§uden in der Regel nicht verhindern (m√∂gliche Ausnahme: Denkmalschutz) oder vorschreiben. Allerdings lassen sich Vorgaben zu bestimmten baulichen Ma√ünahmen machen. So schreibt beispielsweise die Stadt Freiburg unter Berufung auf ¬ß 9 Abs. 1 Nr. 23 b BauGB vor, dass "Dachfl√§chen so zu konstruieren sind, dass die statischen Voraussetzungen f√ľr die Nachr√ľstung einer Anlage zur Sonnenenergiegewinnung (Photovoltaik oder Solarthermie) gegeben sind". Dar√ľber hinaus sind hier Anreizsysteme oder vertragliche Vereinbarungen n√ľtzlich.

 

Detailliertere Informationen finden sich hier.

Solarthermie

Mittels einer Solarthermieanlage wird in den Kollektoren Wasser (meist zur Nutzung als Warm- bzw. Brauchwasser, teilweise auch zur Heizungsunterst√ľtzung) erw√§rmt. Der Wirkungsgrad einer Solarthermieanlage ist wesentlich h√∂her (2 - 3-fach, je nach Technologie) als der einer Photovoltaikanlage, allerdings ist auch die Installation etwas aufw√§ndiger.

 

Bez√ľglich der Handhabung im Rahmen der Bauleitplanung unterscheiden sich Photovoltaik- und Solarthermieanlagen weitestgehend nicht.

 

Detailliertere Informationen finden sich hier.

Biomasse

Der gr√∂√üte Teil der bei uns genutzten Biomasse ist Holz in verschiedener Form (Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets). Aber auch die W√§rme von Biogasanlagen wird h√§ufig zu Heizzwecken genutzt.

 

Hackschnitzel- und Pelletkessel bieten den Vorteil, weitgehend automatisch betrieben werden zu können, sind aber auch kostenintensiver und benötigen einen etwas höheren Energieeinsatz zur Herstellung der Pellets oder Hackschnitzel. Klein-Holzheizungen stehen wegen ihrer Feinstaub-Emissionswerte immer wieder in der Kritik. Diese können mit einer geregelten Verbrennung zumindest reduziert werden.

 

In Biogasanlagen wird Material (z. B. G√ľlle, Mais, Gras, etc.) von Mikroorganismen unter Luftabschluss vergoren. Dabei entsteht ein Gasgemisch, das Methan enth√§lt. Mit diesem wird meist ein Motor betrieben, der Strom und W√§rme (auf niedrigem Temperaturniveau) erzeugt. Neben der Beheizung des Reaktionsbeh√§lters k√∂nnen mit der anfallenden W√§rme oft auch andere Geb√§ude beheizt werden.

Wärmepumpe und Geothermie

W√§rmepumpen funktionieren prinzipiell wie ein "R√ľckw√§rtsk√ľhlschrank". Sie entziehen der Umgebung (Luft, Erde, Grundwasser) Energie und heben diese mittels einer Hilfsenergie (oft Strom, seltener Gas) auf ein h√∂heres und nutzbares Temperaturniveau. Dabei arbeiten W√§rmepumpen umso effizienter, je geringer der Temperaturunterschied zwischen Quelle und Senke ist. Bei elektrisch betriebenen W√§rmepumpen ist zu beachten, dass f√ľr die Produktion des aus dem Netz bezogenen Stroms (nicht so sehr bei √Ėkostrom) ein erheblicher Mehraufwand (verursacht durch Kraftwerkswirkungsgrade, Leitungsverluste, etc.) erforderlich ist. Daher machen elektrisch betriebene W√§rmepumpen erst ab einer Jahresarbeitszahl von gr√∂√üer als 2,6 √∂kologisch Sinn. Insbesondere beim Einsatz von Luftw√§rmepumpen ist daher genau hinzuschauen: Der W√§rmebedarf eines Geb√§udes ist in der Regel zu der Zeit am gr√∂√üten, wenn in der Umgebungsluft am wenigsten W√§rme zur Verf√ľgung steht.

 

W√§rmepumpen, die auf das Erdreich (bis ca. 400 m) oder Grundwasser als W√§rmequelle zur√ľckgreifen, werden als oberfl√§chennahe Geothermie bezeichnet. Tiefengeothermie ben√∂tigt spezielle geologische Voraussetzungen f√ľr ihren wirtschaftlichen Betrieb.

 

Weitere Informationen zur Wärmepumpe finden sich hier.

zentrale Versorgungsanlagen

Nahw√§rmenetze versorgen die W√§rmeabnehmer oft von einem (mehreren) zentralen Energieerzeuger aus. Die W√§rme wird mittels eines Mediums (in der Regel Wasser) in isolierten Rohren vom Erzeuger (z. B. Biogasanlage) zum Kunden transportiert. Generell l√§sst sich sagen, dass der Betrieb eines Nahw√§rmenetzes umso wirtschaftlicher wird, wenn mehr W√§rme je Leitungsmeter abgenommen wird, vorteilhaft sind daher Gro√üabnehmer oder dichte Bebauung. Das hei√üt aber auch, dass Nahw√§rmenetze in modernen Neubaugebieten mit einem hohen Anteil an Ein- oder Zweifamilienh√§usern im Regelfall nicht wirtschaftlich zu betreiben sind. Ausnahmen sind m√∂glich, wenn die W√§rme (z. B. als Abw√§rme) sehr g√ľnstig zur Verf√ľgung steht oder die Verlegung der W√§rmeleitungen mit anderen Ma√ünahmen (z. B. Kanalbau oder Stra√üensanierung) kombiniert werden k√∂nnen.

 

F√ľr eine F√∂rderung f√ľr Nahw√§rme (z. B. KfW-Kredit) wird oft eine Mindestw√§rmeabnahme von 500 kWh je Meter Netzl√§nge und Jahr vorausgesetzt.

 

Weitere Informationen finden sich hier.

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